Stellen Sie sich vor, der Unterricht führt Sie vom Klassenzimmer direkt ins Arbeitsgericht, zum Grundbuchamt oder zu einer Hauptverhandlung in Frankfurt – und zwischendurch auch mal nach München oder sogar nach Sevilla.
Besonders prägend waren die zahlreichen Praxiseinblicke. Viele Kanzleien und Notariate öffneten ihre Türen und ermöglichten OStRin Bettina Ruisinger während ihres Sommerpraktikums wertvolle Einblicke in den Berufsalltag. Diese Offenheit stärkte die Verbindung zwischen Schule und Praxis und bereicherte den Unterricht spürbar. Vielen Dank dafür!
Ein Höhepunkt waren die Exkursionen: Die Klassenfahrt nach München bot mit Justizpalast und dem Programm „Justiz live“ nicht nur kulturelle Eindrücke, sondern auch juristische. Eine öffentliche Verhandlung am Landgericht zeigte den Auszubildenden, wie Theorie und Praxis ineinandergreifen. Weitere Lerngänge führten zum Arbeitsgericht und Grundbuchamt in Aschaffenburg. Die Klasse AN10 erlebte in Frankfurt eine Hauptverhandlung aus nächster Nähe und erhielt Einblicke in Beweisstücke früherer Kriminalfälle. All dies wäre ohne das Engagement vieler Unterstützer nicht möglich gewesen – ihnen gilt unser herzlicher Dank.
Auch im Unterricht selbst wehte frischer Wind. OStRin Bettina Ruisinger an nutzte die Herbstferien für einen Erasmus+-Aufenthalt in Spanien, um sich intensiv mit dem Einsatz von KI im Unterricht auseinanderzusetzen. Seitdem erproben die Klassen verstärkt digitale Werkzeuge: individuelle Lernpläne, Textüberarbeitungen, unmittelbares Feedback und sogar KI gestützte Songs zu Fachthemen. Die kritische Reflexion dieser Tools bleibt dabei ein fester Bestandteil des Lernens.
International wurde es auch im Englischunterricht. Der amerikanische Assistent Ryan Connor brachte authentische Einblicke in Sprache und Kultur mit, während Praktikant Noah Sam miterlebte, wie moderner Englischunterricht an der Berufsschule gestaltet wird. Diese Begegnungen erweiterten den Blick der Klassen und machten interkulturelles Lernen greifbar.
In den Verfassungsviertelstunden beschäftigten sich die Schüler mit Kommunalwahlen und besuchten Orte gelebter Demokratie wie Gerichte und Polizei. Im Fach Politik und Gesellschaft rückten Themen nachhaltiger Entwicklung in den Fokus, z. B. wie in Kanzleien energieeffizient verhalten – stets mit Bezug zum späteren Berufsalltag.
Ein weiterer fachlicher Impuls erfolgte durch zwei Referentinnen der Goldbach Financial, deren Besuch von OStR Dr. Michael Niederalt organisiert wurde. Darunter befand sich auch eine ehemalige Schülerin der Schule. In ihrem Vortrag vermittelten sie praxisnahe Einblicke in das professionelle Forderungsmanagement und erläuterten zentrale Verfahren wie Bonitätsprüfungen und Aufenthaltsermittlungen.
Beim „Tag der Berufe“ stellten die Auszubildenden ihre jeweiligen Ausbildungsberufe vor und informierten potenzielle Schulabgänger über berufliche Perspektiven. Damit leisteten sie einen wichtigen Beitrag zur Berufsorientierung und Nachwuchsförderung.
Der „Tag der Kanzleiheld“ stand im Zeichen der Wertschätzung für das Engagement der Auszubildenden. In diesem Rahmen überreichte OStR Dr. Michael Niederalt den Schülerinnen und Schülern der AN12 Überraschungspakete des Reno Würzburg e.V..
Zum Abschluss wünschen wir unseren Absolventen der AN12 alles Gute für ihren weiteren Weg und einen erfolgreichen Start ins Berufsleben. Mögen sie die gesammelten Erfahrungen mit Zuversicht und Neugier in die Zukunft tragen.

